Die Leistungen der Spitex sind gefragt

Wiler Zeitung; 11. März 2017

 

Innert fünf Jahren hat sich die Zahl der Vollzeitstellen bei der Spitex Flawil von 8 auf 16 verdoppelt. Die Mitarbeitenden pflegten im vergangenen Jahr 275 Personen während mehr als 19000 Stunden.

 

Auch wenn die Spitex Flawil, wie die Vereinspräsidentin Dominique Bätscher in ihrem Jahresbericht schreibt, «ein relativ ruhiges Jahr» hinter sich hat, bedeutet das nicht, dass die Mitarbeitenden wenig Arbeit gehabt hätten. Im Gegenteil: Sie betreuten und pflegten im vergangenen Jahr 275 Personen während mehr als 19000 Stunden. Das entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um etwa 15 Prozent bei gleichbleibender Zahl Klienten.

 

Breit ist denn auch das Angebot der Spitex: Pflegeleistungen, palliative Pflege, Entlastungsangebot für Angehörige von an einer Demenz erkrankten Person, psychiatrische Pflege, Haushilfe, Frühlingsreinigung sowie Verkauf und Vermietung von Hilfsmitteln wie Rollator, Rollstuhl oder Medikamentenbox. Annamarie Mittelholzer, die Einsatzleiterin, stellt in ihrem Jahresbericht fest, «dass die angebotenen Dienste gefragt sind und auf vielseitige Weise von der Flawiler Bevölkerung genutzt wird».

 

Zum Beispiel das Entlastungsangebot für Angehörige von Demenzkranken. Was vor sechs Jahren als Pilotprojekt begann, hat sich gut entwickelt. Wurden im Jahr 2012 noch etwa 500 Betreuungsstunden registriert, so waren es im vergangenen Jahr bereits über 1300 Stunden, was etwa einem 65-Prozent-Arbeitspensum entspricht. Gäbe es dieses Angebot nicht, könnten wohl einige der Betroffenen nicht mehr in ihrer vertrauten Umgebung leben, sondern müssten in ein Heim umsiedeln. Denn die Betreuung von Demenzkranken verlangt von den pflegenden Angehörigen viel Kraft und Geduld. Dank des Spitex-Dienstes können sich diese Frei- und Erholungsräume schaffen und somit neue Kraft schöpfen.

 

Umzug an die Bahnhofstrasse geplant

 

Heute ist der Spitex-Stützpunkt an der St. Gallerstrasse 62 untergebracht. Dies könnte sich bald ändern. Denn es ist geplant, den Stützpunkt zu verlegen und zwar an die Bahnhofstrasse – dorthin, wo das Projekt «Neues Wohnen in der alten Post» realisiert wird. Das Baugesuch dafür sollte bald aufgelegt werden. Und sollte alles rund laufen, könnte der neue Spitex-Stützpunkt im Sommer 2019 bezugsbereit sein.

 

In ihrer Arbeit kann sich die Spitex Flawil auf zuverlässige Partner verlassen. Da sind einmal die Angehörigen der zu pflegenden Personen. Dann die Flawiler Ärztinnen und Ärzte, die ökumenische Hospizgruppe Flawil, der palliative Brückendienst, die Stiftung Wohn- und Pflegeheim und die Grüninger Stiftung. Letztere zwei tragen mit ihren finanziellen Beiträgen dazu bei, dass die Tarife für die Dementenbetreuung tief gehalten werden können. Und dann zählt natürlich auch die Politische Gemeinde, mit welcher die Spitex eine Leistungsvereinbarung hat, zu den Partnern.

 

Schliesslich darf die Spitex Flawil auch auf viele treue Mitglieder zählen. Dafür ist der Verein dankbar. Denn die Spitex ist trotz Subventionen auf weitere Zuschüsse angewiesen, damit die Arbeit zu Gunsten von pflegebedürftigen, jungen und älteren Menschen geleistet werden kann. Jeder Beitrag trägt dazu bei, dass die Lebensqualität von Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind, erhalten werden kann. (mb)

 

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