Mitgliederversammlung 2014

Wiler Zeitung, 30. April 2014

 

Sie haben in 30 212 Einsätzen über 400 Menschen betreut

 

Zoom

Die Betagtenbetreuerin Elisabeth Tobler. (Bild: Marianne Bargagna)

 

 

FLAWIL. Die Arbeit der Spitex interessiert. Das zeigte sich an der Mitgliederversammlung vom Montagabend im Pfarreizentrum. Rund 100 Personen liessen sich über die Arbeit der Spitex informieren. Sie erfuhren, dass die Mitarbeitenden im vergangenen Jahr 30 212 oder pro Woche 550 Einsätze geleistet haben. Die Anwesenden erhielten auch einen Einblick in die Betreuung von an Demenz erkrankten Menschen. Seit zwei Jahren bietet die Spitex Flawil diese Dienstleistung an.

490 Stunden im Einsatz

Was die Betreuung von demenzkranken Menschen bedeutet, zeigte Elisabeth Tobler, diplomierte Betagtenbetreuerin, eindrücklich auf. Zusammen mit weiteren Mitarbeitenden hat sie im vergangenen Jahr während 490 Stunden demente Klienten zu Hause betreut und deren Angehörige entlastet.

Dies sei keine einfache Aufgabe, betonte Elisabeth Tobler. Und die Arbeit werde nicht einfacher, sagte sie. Dabei denke sie an alleinlebende Menschen mit einer Demenzerkrankung. «Hier werden wir an Grenzen der Betreuung zu Hause stossen.» «Trotz der Schwierigkeiten, die diese Krankheit mit sich bringt, habe ich Freude, die betroffenen Menschen ein Stück auf ihrem Lebensweg zu begleiten», sagte die Referentin.

Zusammen mit Degersheim

Auch im Bereich der Palliativpflege nehme die Arbeit stetig zu, sagte Einsatzleiterin Annamarie Mittelholzer. Zudem gebe es immer mehr komplexe Fälle. Um diesen Aufgaben gerecht zu werden, brauche es einerseits qualifiziertes und motiviertes Personal, anderseits sei die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen wichtig, wie zum Beispiel mit der Spitex Degersheim. Dominique Bätscher und Annamarie Mittelholzer erwähnten in diesem Zusammenhang den Mahlzeitendienst. Dieser soll zusammen mit Degersheim organisiert werden. Damit verbunden werde auch eine Umstellung auf «frisch hergestellte Mahlzeiten sein», sagte Dominique Bätscher. Dies bedingt, dass eigens dafür konzipiertes Geschirr benötigt wird, was sich in der Rechnung niederschlagen wird. Im Budget 2014 sind dafür 20 000 Franken vorgesehen.

Die Spitex musste für 2013 trotz eines Defizits von 15 000 Franken keine zusätzlichen Mittel bei der Gemeinde Flawil beantragen. Auch für das laufende Jahr wird mit einem Defizit gerechnet, in der Höhe von etwa 25 000 Franken. Rechnung und Budget wurden diskussionslos genehmigt. (mb)

CMS: Rent-a-Site.ch