«Alte Post» hat neue Besitzerin

Wiler Zeitung, 29. Januar 2014

 

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Die «Alte Post» wurde veräussert. Die Stiftung Wohn- und Pflegeheim kaufte die Liegenschaft Ende vergangenen Jahres. (Bild: Melanie Graf)

Die Stiftung Wohn- und Pflegeheim kaufte die «Alte Post» am Bahnhof. Damit konnte zwar ein weiterer Schritt zur Realisierung des Projekts «Neues Wohnen in der Alten Post» getan werden. Es ist aber immer noch eine Einsprache hängig.

 

FLAWIL. Ende 2013 hat die Stiftung Wohn- und Pflegeheim Flawil (WPH) das ihr bis zu diesem Zeitpunkt eingeräumte Kaufrecht für die Liegenschaft «Alte Post» an der Bahnhofstrasse wahrgenommen und das Grundstück von den bisherigen Liegenschaftsbesitzern Kurt Hättenschwiler und Hans Süess gekauft. Dies teilen die Verantwortlichen der Stiftung in einer Medienmitteilung mit.

«Günstiger Preis»

Mit dem Kauf sei ein wichtiger Schritt hin zur Realisierung des Projektes «Neues Wohnen in der Alten Post» getan worden. Die Idee der Initianten: etwa 30 Wohnungen zu realisieren, in denen ältere Leute ein Zuhause finden, das sie auch dann nicht verlassen müssen, wenn sie pflegebedürftig werden, und für jüngere Personen, die aufgrund einer Krankheit auf Pflegedienstleistungen angewiesen sind.

Einer der Liegenschaftenverkäufer, Kurt Hättenschwiler, findet das Projekt der Stiftung WPH eine «gute Sache». Über den Verkaufspreis schweigt er, verrät aber, dass der Preis seiner Meinung nach «günstig» und «vernünftig» sei.

Einsprache hängig

Auch Urs Huber, Stiftungspräsident, schweigt sich über den Kaufpreis aus, zeigt sich aber zufrieden damit: «Der Preis ist absolut fair.»

Auch wenn nun mit dem Kauf der Liegenschaft eine grosse Hürde genommen wurde: Die Realisierung verzögert sich, weil gegen den Gestaltungsplan zwei Einsprachen eingegangen sind (Wiler Zeitung vom 4. Oktober 2013). Beide Einsprachen hat der Flawiler Gemeinderat abgelehnt. Eine Einsprecherin, sie wohnt in unmittelbarer Nähe zur «Alten Post», akzeptierte den Entscheid der Gemeindebehörde. Nicht so die zweite Einsprecherin, eine Besitzerin einer Liegenschaft an der Bahnhofstrasse. Sie hat beim Kantonalen Baudepartement Rekurs eingereicht.

Neue Organisation

Doch die Initianten, sie kommen aus dem Stiftungsrat des WPH und dem Vorstand der Spitex, geben nicht auf. «Wir haben Geduld», sagt Urs Huber. Sie seien zuversichtlich, dass der Kanton den Entscheid des Flawiler Gemeinderats bestätigt und der Gestaltungsplan in diesem Jahr rechtskräftig werde, damit die Detailprojektierung zügig an die Hand genommen werden kann.

Bauherren werden aber nicht die Stiftung WPH und die Spitex sein, auch wenn das Projekt durch Vertreter dieser beiden Organisationen zusammen mit Privatpersonen lanciert wurde und zurzeit die Stiftung Besitzerin der «Alten Post» ist. Die Liegenschaft werde in eine neue Organisation überführt, die für den Bau und Betrieb des Projekts «Neues Wohnen in der Alten Post» verantwortlich sein werde, sagt Urs Huber.

Wohnen in absehbarer Zeit

Noch ist nicht bestimmt, welche Form diese Organisation haben wird. Favorisiert werde eine Stiftung, in dessen Stiftungsrat auch Vertreterinnen und Vertreter der Spitex Flawil und des WPH sitzen werden, sagt der Stiftungspräsident weiter. Die Initianten erfahren aber auch viel Unterstützung. So hat ihnen die Eduard-Grüninger-Stiftung einen namhaften A-fonds-perdu-Beitrag sowie ein grosszügiges Darlehen zugesichert.

Dies und das Wohlwollen vieler Flawilerinnen und Flawiler gegenüber dem Projekt sind für die Initianten Ansporn, alles daran zu setzen, dass «Neues Wohnen in der Alten Post» in absehbarer Zeit möglich wird. Was wohl auch die etwa 90 ernsthaften Interessentinnen und Interessenten freuen dürfte. (mb/MEG.)

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