Aufgeschoben, nicht aufgehoben

Wiler Zeitung, 11. Januar 2013

 

Aufgeschoben, nicht aufgehoben

Neues Wohnen in der Alten Post: Das Projekt hat sich zeitlich etwas verzögert. Aber: «Es geht weiter», sagt Urs Huber, Stiftungsratspräsident des Wohn- und Pflegeheims Flawil. Bald soll der Gestaltungsplan aufgelegt werden.

 

FLAWIL. Anfang des vergangenen Jahres wurde es vorgestellt, das Projekt «Neues Wohnen in der Alten Post». Damals war die Projektgruppe, ihr gehören Vertreter des Stiftungsrates des WPH, des Spitex-Vorstandes sowie Privatpersonen an, noch zuversichtlich: Ende 2014, Anfang 2015 sollen im Zentrum von Flawil etwa 30 Wohnungen entstehen für ältere Flawilerinnen und Flawiler. Dieses Ziel war ehrgeizig. «Die Planung des Projektes und der damit zusammenhängende Gestaltungsplan haben wesentlich mehr Zeit beansprucht, als wir uns vorgestellt haben», sagt Urs Huber. Er hofft nun, dass der Gestaltungsplan in der ersten Hälfe des neuen Jahres öffentlich aufgelegt werden kann.

Willkommene Unterstützung

Das Ziel der Projektgruppe ist, Wohnungen für ältere Menschen zu schaffen. Zwei- und Dreieinhalb-Zimmer-Wohnungen mit einer Wohnfläche zwischen 60 und 95 Quadratmetern. Wohnungen für ältere Menschen, die ihr Leben noch völlig autonom gestalten. Aber auch Wohnungen für ältere Personen, die auf Betreuung und Pflege angewiesen sind. Und Wohnungen für Menschen, die das Rentenalter zwar noch nicht erreicht haben, aus gesundheitlichen Gründen aber Spitex-Dienstleistungen beanspruchen. Etwa 30 Wohnungen sind dort geplant, wo heute noch das alte Hotel Post-Bahnhof steht. Also mitten im Dorf, mitten im Leben. Dass das etwas kosten wird, das wissen die Initianten. Und sie wissen auch, dass sie auf Unterstützung zählen können. Nicht nur ideeller Art, wie das ein Informationsabend vor Jahresfrist deutlich gezeigt hat. Sondern auch finanzieller Art. So hat zum Beispiel die Gemeinnützige Wohnbaugenossenschaft Gewoba Flawil der Stiftung eine namhafte, für dieses Projekt bestimmte Spende zukommen lassen.

Kein elitärer Service

Das freut den Stiftungsratspräsidenten und natürlich auch die Mitglieder der Projektgruppe. Denn ihnen ist es ein Anliegen, neuen Wohnraum für ältere Menschen zu schaffen, der für die Betroffenen auch finanzierbar ist. «Das Wohnen, verbunden mit einer Serviceleistung, ist oftmals eine teure und somit elitäre Geschichte», begründete Urs Huber im vergangenen Jahr.

Darum wird sich die Projektgruppe auch weiterhin dem «Neuen Wohnen in der Alten Post» widmen. Und alles daran setzen, dass sich dieses Projekt im Herzen Flawils verwirklichen lässt. Ein Projekt notabene, das in dieser Art in der Schweiz Pioniercharakter hat. (mb.)

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