Neues Wohnen mit Verzug

Wiler Zeitung, 4. Oktober 2013

«Neues Wohnen» mit Verzug

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So soll «Neues Wohnen in der Alten Post» dereinst aussehen. Wann der Neubau vis-à-vis des Flawiler Bahnhofs stehen wird, ist jedoch ungewiss. (Bild: Visualisierung: pd)

Das Projekt «Neues Wohnen in der Alten Post» verzögert sich um zwei Jahre. Gegen den Gestaltungsplan liegen zwei Einsprachen vor. Der Baustart erfolgt deshalb nicht mehr 2013.

MARIO FUCHS

 

FLAWIL. Wo heute das alte Hotel Post-Bahnhof steht, sollen 30 Wohnungen entstehen. Wohnungen, die speziell für ältere Menschen gebaut werden. Die Mieter können, wenn sie pflegebedürftig werden, darin wohnen bleiben. Auch Wohnungen für jüngere Menschen, die aufgrund einer Krankheit auf die Dienstleistungen der Spitex angewiesen sind, sind geplant.

Die Initianten, das Wohn- und Pflegeheim Flawil und die Spitex Flawil, stellten das Projekt 2012 der Bevölkerung vor. Bis 2015 sollte es Wirklichkeit werden. Doch der Zeitplan kann nicht eingehalten werden. Dies teilt die Projektgruppe in einem Communiqué mit.

Vorprüfung dauerte länger

Die Detailplanung habe «wesentlich länger als angenommen» gedauert, heisst es darin. Zudem habe man den Gestaltungsplan beim Kanton zur Vorprüfung eingereicht. «Das ist nicht obligatorisch. Aber weil ein Teil des Hauses Heimcharakter hat, war uns die vorzeitige Meinung des Kantons wichtig», erklärt Spitex-Präsidentin Dominique Bätscher diesen Schritt. Der Prozess habe jedoch mehr Zeit in Anspruch genommen, als dafür vorgesehen war. Danach wurde der Gestaltungsplan in der Gemeinde aufgelegt. Während der Auflagefrist gingen zwei Einsprachen ein, wie Dominique Bätscher auf Anfrage erklärt.

Schattenwurf bemängelt

Eine davon stammt aus der Anwohnerschaft. Der Grund: Das Gebäude wird gross – und wird entsprechend Schatten werfen. Die zweite Einsprache stammt nicht von Anwohnern. «Diese werden wir in den nächsten Wochen bei einer Bauplatzbesichtigung näher besprechen», sagt Dominique Bätscher. Die Anhörungen für beide Einsprachen finden noch im Oktober statt. «Wir hoffen, beide gütlich bereinigen zu können.»

Für den auf Ende Jahr geplanten Baubeginn wird die Zeit damit zu knapp. Auf ein neues Startdatum will sich die Projektgruppe noch nicht festlegen. «Wir wissen nicht, wie viele Verzögerungen uns noch erwarten», sagt Dominique Bätscher. Klar ist: Nach dem Aushub wird mit einer zweijährigen Bauzeit gerechnet. Am Projekt selbst hat sich seit dem letzten Stand von Ende März nichts geändert. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 15 Millionen Franken.

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