Neues Wohnen in städtebaulicher Vorzüglichkeit

Infopluswil.ch

Flawil: 24.11.2015

 

Die Feingliederung der Fassade ergab letztlich den Ausschlag, den Vorschlag des Büro Brechbühler Walser Architekten Zürich zum Siegerprojekt zu erklären.
Die Feingliederung der Fassade ergab letztlich den Ausschlag, den Vorschlag des Büro Brechbühler Walser Architekten Zürich zum Siegerprojekt zu erklären.

Der Grundriss der je acht Wohnungen pro Stockwerk.
Der Grundriss der je acht Wohnungen pro Stockwerk.

Neues Wohnen in städtebaulicher Vorzüglichkeit
Dank massgeblichen Finanzbeiträgen kann günstiger Wohnraum angeboten werden.
Niklaus Jung
Am Montagabend stellte die Stiftung "Wohnen mit Pflegeangebot" das Siegerprojekt für neues Wohnen am Bahnhof Flawil vor. Mit dem neuen Projekt der Architekten Brechbühler und Walser Zürich wurde der Forderung des Baudepartements nach städtebaulicher Vorzüglichkeit nachgekommen. Das neue Projekt mit 32 Wohnungen, auf gleichem Grundriss wie das frühere Projekt, bietet gegenüber dem Erstprojekt pro Stockwerke eine Wohnung mehr an. Für die Finanzierung sind bereits 7 Mio. Franken an Beiträgen gesprochen, davon 3 Mio. ohne Rückzahlung.

Im Speisesaal des Wohn- und Pflegeheim an der Krankenhausstrasse fand die Vorstellung der Projekte statt. Noch bis zum 29. November können alle acht eingereichten Projekte eingesehen werden. Zur Vorstellung vom Montag waren die Anstösser und weitere Interessierte eingeladen. Urs Huber, Präsident der Stiftung für Wohnungen mit Pflegeangebot, gab sich in seiner Begrüssung erfreut, nun das neue Projekt vorstellen zu können.

Neues Projekt am alten Standort
Gemeindepräsident Elmar Metzger erinnerte in der Vorstellung des Projektes an die Einsprache zum ersten Projekt im 2012. Die an das Baudepartement weitergezogene Einsprache bezüglich Fehlen städtebaulicher Vorzüglichkeit erhielt Zustimmung, sodass ein neues Projekt gefordert war.

Im Sommer 2014 hätten sie sich für ein neues Projekt am bisherigen Standort "Alte Post" entschieden. Über einen Projektwettbewerb auf gleichem Grundriss soll die städtebauliche Vorzüglichkeit erfüllt werden. Weitere Vorgabe war die Eignung zum Wohnen für Jüngere und Ältere. Aus 46 Bewerbungen habe das Preisgericht aus drei erfahrenen Architekten und der Stiftung in beratener Funktion acht Büros zur Teilnahme ausgewählt. Die Einreichung erfolgte anonym. Das Projekt der Architekten Brechbühler und Walser aus Zürich habe am meisten überzeugt und werde zur Weiterbearbeitung empfohlen.

Baubeginn Frühjahr 2017
Elmar Metzger wies zum weiteren Vorgehen darauf hin, dass zuerst mit dem Einsprecher eine Einigung angestrebt werde. Weiter werde das Projekt dem Baudepartement zur Beurteilung vorgelegt. Noch im Dezember werde der Gemeinderat das Projekt genehmigen und den Gestaltungsplan neu auflegen. Bis zur Ausführungsreife muss nach Metzger noch viel Detailarbeit geleistet werden. Im besten Fall könne im Frühjahr 2017 der Baustart erfolgen.

Wohnen im Vordergrund
In der Vorstellung des Projektes wies Architekt Patrick Walser darauf hin, dass im Bauwerk das Wohnen über die vier oberen Stockwerke im Vordergrund stehe. Die Forderung nach städtebaulicher Vorzüglichkeit hätten sie mit der Fassadengestaltung in besonderer Feingliederung wahrgenommen. Im Erdgeschoss seien verschiedenen Nutzungen wie Restaurant, Läden usw. vorgesehen. Es gehe darum für das Haus eine Adresse zu bilden. Im Untergeschoss sind eine Tiefgarage mit 18 Parkplätzen und für die Wohnungen ein Waschsalon vorgesehen. Für die Zufahrt zur Tiefgarage wird die bestehende Einfahrt zum Nachbarhaus benutzt, um zu den Parkplätzen des Neubaus zu gelangen.

Pro Stockwerk sind acht Wohnungen vorgesehen. Total sind es 32 Wohnungen über die vier Wohngeschosse mit 2,5 und 3,5 Zimmerangebot, Balkon inbegriffen. Nach Walser habe man beim Grundriss darauf geachtet, dass jede Wohnung Ausblick in zwei Richtungen erhalte. Im Programm sei weiter ein Mehrzweckraum als Ort der Begegnung vorgesehen. Das Gebäude in Bahnhofnähe wird nach geltenden Vorschriften gegen Lärmbelastung geschützt.

Breit abgestützte Finanzierung
Für das Bauprojekt besteht aktuell keine Kostenberechung. Erst die Weiterbearbeitung werde Aufschluss über die effektiven Baukosten ergeben. Die Forderung seitens anwesender Anstösser nach einem zusätzlichen Stockwerk für mehr Wohnungen musste der Gemeindepräsident ablehnend beantworten, was auch seitens des Baudepartements nicht bewilligt.

Stiftungspräsident Urs Huber konnte bereits über stehende Finanzbeiträge informieren. Je 1,5 Mio. Franken werden seitens der Grüninger Stiftung und der Stiftung Wohn- und Pflegeheim Flawil a fond perdu zur Verfügung gestellt. Die Grüninger Stiftung wird weitere 1,5 Mio., seitens des Wohn- und Pflegeheims 2,5 Mio. Franken werden als Darlehen zur bereit gestellt. Nach Huber soll günstiger Wohnraum angeboten werden, der auch für Bezüger von Ergänzungsleistungen bezahlbar sei.

Mit einem Apéro-Imbiss schloss die Vorstellung. Die Anwesenden konnten die weiteren Projekte einsehen und an die Siegerarchitekten Fragen stellen.
Urs Huber, Präsident des Stiftungsrates
Urs Huber, Präsident des Stiftungsrates "Wohnungen mit Pflegeangebot": "Für die Finanzierung stehen bereits mehrere Zusagen".

Gemeindepräsident Elmar Metzger:
Gemeindepräsident Elmar Metzger: "Wir erwarten, dass das neue Projekt die städtebauliche Vorzüglichkeit erfüllt".

Die Situation des Wohnblocks auf dem Areal
Die Situation des Wohnblocks auf dem Areal "Alte Post".

Architekt Patrick Walser erklärt die Einteilung der Wohnungen, welche allesamt auf zwei Richtungen Ausblick haben.
Architekt Patrick Walser erklärt die Einteilung der Wohnungen, welche allesamt auf zwei Richtungen Ausblick haben.

 
Die Situation am Standort gegenüber dem Bahnhofplatz am Modell.
Die Situation am Standort gegenüber dem Bahnhofplatz am Modell.

Sie stellten ihr Siegerprojekt vor, Barbara Brechbühler und Patrick Walser.
Sie stellten ihr Siegerprojekt vor, Barbara Brechbühler und Patrick Walser.

Die Zugänge zu den Wohnungen über die vier Stockwerke erfolgen über einen Innenhof mit Lichteinfall von oben.
Die Zugänge zu den Wohnungen über die vier Stockwerke erfolgen über einen Innenhof mit Lichteinfall von oben.

   
   
   

 
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