Spitex kommt überallhin

Wiler Zeitung, 16. März 2013

 

Die Spitex kommt überallhin

Am Dienstag findet die Mitgliederversammlung der Spitex Flawil statt. Ein Blick auf die Organisation zeigt: Sie bleibt nicht stehen und passt sich verändernden Bedürfnissen an. Jüngst etwa mit einer neuen Einsatzleiterin und neuen Angeboten.

 

FLAWIL. Egal, wo jemand wohnt, für die Spitex-Mitarbeiterinnen ist kein Weg zu lang, zu beschwerlich. Sie gehen zu allen nach Hause, die nach einer Krankheit oder wegen körperlicher Gebresten Pflege- und Haushaltleistungen nötig haben. Das galt in der Vergangenheit und gilt in Zukunft.

Über 500 Einsätze pro Woche

Dass es jüngere und ältere Frauen und Männer gibt, die Spitex-Dienstleistungen gerne in Anspruch nehmen, zeigt die Statistik. Während es im Jahr 2011 noch etwas mehr als 200 Personen waren, die von Spitex-Mitarbeiterinnen betreut wurden, waren es im vergangenen Jahr bereits knapp 400 Personen. 94 (56 Frauen, 28 Männer) waren 20- bis 64jährig, 131 (90 Frauen, 41 Männer) zwischen 65- und 79jährig und 181 (122 Frauen, 59 Männer) über 80jährig. Sie alle zusammen erfuhren während 13 891 Stunden kompetente und liebevolle Betreuung durch die Spitex-Frauen. Letztere registrierten 28 211 Einsätze im Jahr 2012 oder über 500 pro Woche. Ein gerüttelt Mass an Arbeit, das da erledigt wurde und für das Spitex-Präsidentin Dominique Bätscher den Mitarbeiterinnen unter der neuen Leitung von Annamarie Mittelholzer ihren Dank ausspricht.

Nachbarschaftshilfe

«Einmal mehr stand ein Geschäftsjahr des Vereins Spitex Flawil im Zeichen des Wandels», setzte Dominique Bätscher an den Anfang ihres Jahresberichts. Sie erwähnte als Beispiel die Zusammenarbeit mit dem Wohn- und Pflegeheim (WPH) Flawil, dank der das Projekt «Betreuung von an Demenz erkrankten Klienten» durch Spitex-Mitarbeiterinnen zustande gekommen ist und von Betroffenen rege benutzt wird (WZ vom 23.2.2013). Oder die Zusammenarbeit mit der Spitex Degersheim. Es herrsche eine offene, freundliche und direkte Kommunikation, hält Einsatzleiterin Annamarie Mittelholzer in ihrem Bericht fest. Die beiden Spitex-Vereine können auch Synergien nutzen. So sprangen zwei Flawilerinnen in der Nachbargemeinde ein, als dort wegen krankheitsbedingter Ausfälle Not an der Frau war.

Unterwegs waren aber nicht nur Spitex-Mitarbeiterinnen, sondern auch neun freiwillige Fahrer. Seit Jahren vermittelt die Spitex im Auftrag des Roten Kreuzes den Fahrdienst, dank dem Flawilerinnen und Flawiler zu günstigen Tarifen zum Arzt, ins Spital oder zu anderen Terminen gelangen. Und auch der Mahlzeitendienst wird sehr geschätzt: 2419 Mahlzeiten wurden ausgeliefert.

Nicht stehenbleiben

Der Verein wird auch in diesem Jahr nicht stehenbleiben, wird sich neuen Herausforderungen stellen. So hat sich die Spitex zum Beispiel entschlossen, eine neue Verantwortungsstufe im Bereich der Pflege zu schaffen. Dominique Bätscher begründet: «Einerseits soll damit die Stellvertretung der Betriebsleitung gesichert werden, anderseits können wir noch eine bessere Dienstleistung und Qualität ins operative Geschäft einbinden.» Die neue Führungsstruktur soll in diesem Jahr aufgebaut werden. Nach ersten Erfahrungen soll in den Folgejahren der Aufbau weiter vorangetrieben werden.

Solide Finanzbasis

Der pflegerische und strategische Bereich sind das eine, die Finanzen das andere. Und diese stünden auf einer soliden Basis, hielt Andreas Mettler, zuständig für die Finanzen, in seinem Bericht fest. Auch wenn für das Jahr 2012 das Defizit mit 14 600 Franken um 4200 Franken höher ausgefallen sei als budgetiert. Für das laufende Jahr rechnet Mettler mit einem Verlust von 15 000 Franken. Der Grund liege im notwendigen Ersatz der Soft- und Hardware für die Rapportierung. Die Kosten betragen etwa 20 000 Franken. (mb.)

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